Die Klinik verfügt über 159 Einzelzimmer in zwei Häusern. Alle Häuser haben Zugang zum nach hinten gelegenen großzügig angelegten Klinikpark.
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Wie funktioniert eine Balint-Gruppe?

Balint ging davon aus, dass die Droge 'Arzt' ähnlich wie ein Medikament nicht nur erwünschte sondern auch unerwünschte Wirkungen haben kann, die das Zusammenspiel zwischen Patient und Arzt ungünstig beeinträchtigen und den Behandlungserfolg in Frage stellen können.

Im Zentrum der Balint-Gruppenarbeit: Der freie Fallbericht

In der Regel schildert ein Gruppenmitglied eine oder mehrere Begegnungen mit seinem problematischen Patienten. Unter der Anleitung des Balint-Gruppenleiters skizzieren die Gruppenmitglieder die problematischen Verstrickungen zwischen Patient/-in und Behandler/-in, tragen sukzessive eine Beziehungsdiagnose zusammen und entwickeln Alternativen eines hilfreicheren Zugangs zum Patient . Sie orientieren sich dabei an folgenden Fragen:

  • Was macht der Behandler mit dem Patienten?
  • Was macht der Patient mit dem Behandler?
  • Welche Empfindungen, Gefühle und Gedanken lösen Patient wie Behandler in den Gruppenteilnehmern aus?

Störende Prozesse besser erkennen

Die Gruppenmitglieder lernen somit, die störenden unbewussten Prozesse in der Zusammenarbeit mit ihren Patienten auf dem Hintergrund der Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung sowie Regression besser zu erkennen, zu verstehen und zu nutzen. Eine vertrauensvollere Beziehung zwischen Patient/-in und Behandler/-in bietet die Basis für eine adäquatere bio-psycho-soziale Gesamtdiagnose und Behandlung.

Die Teilnahme an einer Balint-Gruppe setzt keine psychotherapeutische Vorerfahrung voraus.