Psychotraumatologie
In den letzten Jahren wurde zunehmend erkannt, dass viele psychsiche Störungen, wie z.B. Angsterkrankungen und Schmerzstörungen, Depressionen und Suchterkrankungen, insbesondere aber auch Borderlinestörungen (spez. Persönlichkeitsstörungen) auf frühen traumatischen Erfahrungen beruhen.
Durch die wissenschaftlichen Fortschritte und klinischen Erfahrungen in der Psychotraumatologie haben sich für die Behandlung von akuten und chronischen Traumatisierungen und posttraumatische Belastungsstörungen neue spezifische Behandlungstechniken eröffnet.
Besonderheiten
Auf der Grundlage einer eingehenden klinischen Diagnostik mit einem behutsamen Zugang zu traumatischen Erlebnissen wird von vorwiegend weiblichen Therapeuten in der Einzel- und Gruppentherapie mit den Patienten gemeinsam an folgenden Therapiezielen mit bewährten Behandlungstechniken gearbeitet:
- Vermittlung eines Erklärungsmodells für Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptomatik
- Ressourcenorientierte Stabilisierung unter dem Aspekt verbesserter Fähigkeiten zur Selbststeuerung und Selbstberuhigung, Achtsamkeitsübungen
- Abbau des sozialen Rückzugsverhaltens und Steigerung des körperlichen Leistungsvermögens und der psychischen Belastbarkeit zur Reintegration in das Alltagsleben und die Arbeitswelt
- Vermittlung spezieller Distanzierungstechniken und imaginativer Techniken. Gegebenenfalls Integration und Neubewertung des traumatischen Ereignisses durch gestufte Exposition.


Indikationen